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BarCamp Stuttgart Nachlese

Von WebStyler • Sep 29th, 2008 • Rubrik: Alle Artikel, Web 2.0Bookmark and Share Themen: , ,

Es war ein großartiges Wochenende!

Über 200 Menschen trafen sich zum Austausch, Kennenlernen, Diskutieren, Wissen vermitteln, Lernen und Spaß haben beim ersten Stuttgarter BarCamp.

Ein großes Dankeschön den Organisatoren Jan und Markus vom ETES EDV Systemhaus, Carsten Ulbricht, den Sponsoren und natürlich allen Teilnehmern, darunter mehr als die Hälfte “BarCamp-Neulinge”, was ich besonders schön fand!

Über 30 Sessions allein am Samstag deckten ein breites Themenspektrum ab. Da die geplanten Räumlichkeiten nicht ausreichten, wurde ein Raum, der als Treffpunkt dienen sollte, ganz spontan zum Session-Raum erklärt.

Der Samstag

Mein persönlicher Sessionrekord startete am Samstag mit Saim über “Die Zukunft der Online-Redaktion” und der Frage, wohin sich diese im Spannungsfeld Finanzierung, SEO, Qualität und Zensur zukünftig entwickeln wird, was teilweise recht kontrovers diskutiert wurde.

Danach erläuterte Ute ihren Anspruch an die Einhaltung von “Webstandards” bei der Entwicklung von Websites und Applikationen, um möglichst allen Internet-Nutzern Zugang zu Informationen zu ermöglichen.

Höchst interessant war auch die Session “Social Semantic News. Kill the information overkill.” Geplant ist eine Plattform, auf der sich User Feed-Roboter anlegen und mit anderen Usern teilen können, die selbständig lernen und die Informationsflut filtern. Unter dem Twitter Account feeedo kann man die Entwicklung verfolgen, ein Blog soll bald dazu kommen.

Dank “GLOSSR: Begriffsdefinition im 2.0-Umfeld” habe ich jetzt eine bessere Vorstellung, was Semantik bedeutet. Bei GLOSSR geht es darum, ein gemeinsames Verständnis zu einem Begriff und die zugehörige kurze, treffende Definition zu entwickeln.

Zum Abschluss gab es noch eine schöne Zaubersession von Till, der auch ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert hat. Sehr interessant, wie leicht sich Menschen ablenken und manipulieren lassen.

Der Sonntag

Der zweite Tag war ein entschleunigter Session-Sonntag.

Hans zeigte eine subjektive Auswahl für “Gute Texte, Schlechte Texte” und wir diskutierten unter anderem angeregt darüber, ob und wann Nutzer mit Sie oder Du angesprochen werden sollten.

Sehr aufschlußreich war “Getting Things Done” von Oliver, Florian und Hans, die uns zeigten, wie man die Dinge mit sinnvoll und konsequent geführten To-Do-Listen geregelt bekommt. Dabei ist es egal, ob man seine Listen auf Papier, per PC oder Smartphone führt. Wichtig ist, dass das gewählte Medium passt. Ich habe gelernt, dass die Aufgaben als auszuführende Aktionen notiert werden sollen. Also nicht einfach nur “Reifenwechsel” aufschreiben sondern besser “Termin mit Werkstatt XY vereinbaren” und gleich die Telefonnumer dazu notieren. Und die Dinge dann auch machen!

Zum Abschluss gab es noch eine Diskussionsrunde mit Roman über “Entschleunigung”, die viele Fragen aufgeworfen hat. Braucht Qualität Zeit? Wem oder was rennt die Gesellschaft hinterher? Wie wird Leistung gemessen und von wem? Muss man permanent erreichbar sein? Verpasst man etwas, wenn man nicht alle Informationen zeitnah abruft? Es war ein interessanter und spannender Austausch.

Persönliches Fazit

Es war ein wirklich tolles BarCamp. Ich habe mich gefreut, viele Bekannte zu treffen und neue Leute kennen zu lernen und habe richtig viel aus den Sessions für mich rausziehen können.

Tausend Dank an Alle und bis zum nächsten Mal!

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20 Antworten »

  1. Hat mich auch gefreut! Bis zum nächsten Mal!

  2. Schön, dass es dir gefallen hat und dass du dabei warst. Die Anmeldung zur neuen Runde ist ja bereits schon gestartet. :-)

  3. @Stefan
    Allerspätestens beim 2. Stuttgarter BarCamp ;)

    @Jan
    Finde ich super, dass gleich ein zweites BarCamp geplant wird und hab mich schon angemeldet. Hoffentlich hält Dein Tux bis dahin durch. Ansonsten kann ich mit meinem Exemplar aushelfen ;)

    Auf ein Neues: http://bcstuttgart2.mixxt.de

  4. Du hast den gleichen Tux? Oder ist es bei dir eine quietschende und quietschgelbe Ente? :-)

  5. Aber hallo ;-) Den Tux natürlich, allerdings mit Werbeaufdruck eines hier nicht genannten IT-Unternehmens. Wobei… mein knalloranges Quietsche-Entchen kann noch auf- und eindringlicher quietschen als Tux.

  6. Eines anderern nicht genannten Unternehmens oder des gleichen nicht genannten Unternehmens? Ich wusste ja noch gar nicht, dass du Linux-Fan bist. :-)

  7. Ach, schade dass ich nicht in der Session “Getting things done” war – das hätte mich interessiert. Das ist irgendwie an mir vorbeigegangen. Mittlerweile habe ich ne andere nette Strategie, um Dinge erledigt zu bekommen: Am besten gar nicht erst auf eine Todo-Liste schreiben, sondern wenn möglich gleich erledigen. Auf der Liste belasten sie nur – gleich erledigt verschaffen sie einem ein richtig gutes Gefühl. :-) :-)

  8. Soweit ich es mitbekommen habe, ist das sofortige Erledigen von Dingen, die nur wenig Zeit beanspruchen ein Bestandteil von GTD. Denn bei diesen ist die Verwaltung des Tasks sonst oft aufwendiger als die sofortige Erledigung.

  9. Stimmt, Jan. Mit GTD sollte man alles, was max. 2 min. braucht, sofort machen. Alles andere (dazu gehören auch wilde Ideen wie Weltherrschaft oder Auswandern) wird in Listen erfasst, damit es erst mal aus dem Kopf ist und nicht während der Erledigung anderer Aufgaben stört.

    Ein gutes Beispiel war: Die Bahn kommt in einer halben Stunde. Die Wartezeit kann prima für Telefonate genutzt werden, vorausgesetzt man hat seine Telefon-To-Do-Liste greifbar.

  10. Cool – ich bin intuitiv schon auf dem richtigen Weg. :-)

    Gibt’s irgendwo ne nette Veröffentlichung zum Thema GTD?

  11. Meine Linktipps zu GTD:
    - imgriff.com http://imgriff.com/serien/gtd-grundlagen/
    - Podcast mit Oliver Gassner http://tellerrand.typepad.com/tellerrand/2008/07/pimp-my-brain-z.html inkl weiterführender Links

  12. Vielen Dank für die Linktipps! :-)

  13. Ich hätte da auch noch das eine oder andere Quietsche-Tier fürs BarCampStuttgart2, ein Tux ist auch dabei.

    @Jan Vielleicht sollten wir aber einen alternativen Modus finden um Termintreue und Pünktlichkeit zu fördern, der Pinguin hat auch manche “genervt” – gerade bei unverhofften Auftritten in intensiven Diskussionen ;)

  14. Ich würde den “virtuellen Pinguin” vorschlagen: Ein Pinguin-Twitter-Account mit einem schönen Pinguin-Bildchen, und immer wenn es Zeit ist, gibt dieser Pinguin über Twitter Meldung. Es twittern ohnehin in jedem Raum ein paar Menschen, dann wird das bestimmt registriert. :-)

  15. Ich glaube, dass der Pinguin zwar durchaus auch genervt hat. Aber ist der nicht inzwischen Kult? :-)

  16. Nun ja, da ist viel dran – wir hätten ja nichts dagegen wenn auch die Stuttgarter BarCamps in Zukunft Kult wären. Also, never change a winning team, der Tux soll bleiben :)

  17. Das Orga-Team wird – zumindest von Markus und meiner Seite – auch bleiben, nicht nur der Tux. :-)

  18. Mich hat das Quietschen nicht gestört und allen kann man es sowieso nicht recht machen. Ich bin unbedingt dafür, dass sowohl Tux als auch Orga bleiben :-)

  19. @Jan, fein, dass das Orga-Team bleibt, ich fand den Tux klasse und ich denke, die wenigsten hat es gestört, deshalb meine ich auch Tux muss unbedingt bleiben.
    @Alexa so ein zweiter Tux ist ja ein beruhigendes Fallback. ;-)

  20. [...] Eine ausführliche Zusammenfassung von Alexa Wackernagel [...]