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PIM verbessert die Kommunikation und vereinfacht das Finden von Produktinformationen

Von WebStyler • Jun 24th, 2008 • Rubrik: Alle Artikel, Features, Product Information ManagementBookmark and Share Themen: , , , , ,

Financial Times Deutschland zeigt in der Serie “Enable: Besser wirtschaften – Kataloge wälzen war gestern” am Beispiel des Mannheimer Sensorikherstellers Pepperl Fuchs die Vorteile von Produktinformationsmanagement auf.

Umfangreiche Produktinformationen machen es selbst für Mitarbeiter schwierig, die relevanten Informationen schnell zu finden. Oftmals müssen mehrere Kataloge durchsucht werden, um an die gewünschten Daten zu kommen. Unangenehm, wenn man gerade den Kunden am Telefon hat, der schnell eine Auskunft braucht.

“Gutes Produktinformationsmanagement hilft Mitarbeitern und Kunden, sofort zu finden, wonach sie suchen. Und es verbessert den Austausch innerhalb der Firma. “

Die Entwicklung der PIM-Systeme wurde in den letzten Jahren stark vorangetrieben und sind nun ausgereift, so dass mittlerweile für nahezu jede Anforderung das passende System verfügbar ist. Je nach Nutzungsgrad amortisiert sich eine Produktinformationsmanagement-Lösung nach ein bis zwei Jahren. Trotzdem setzen vergleichsweise wenig Unternehmen entsprechende Lösungen ein.

“An der Technik liegt es also nicht, wenn drei Viertel aller Unternehmen ohne PIM oder das verwandte MDM (Master Data Management) auskommen. Mehr an firmeninternen Eifersüchteleien: In vielen Unternehmen sind etwa die Entwicklungsabteilung, der Vertrieb oder das Produktmarketing mit Produktinformationen beschäftigt – und alle verteidigen ihre Pfründe.”

Eine PIM-Lösung hat Einfluss auf die Prozesse verschiedener Fachabteilungen im Unternehmen. Jede hat ihren eigenen Bedarf, der zu berücksichtigen ist. Entsprechend schwer fällt die Entscheidung für ein PIM-Projekt und enormes Einsparpotenzial wird verschenkt.

Eine Vielfalt an Formaten und Quellen führt dazu, dass Produktdaten mehrfach gepflegt werden und in verschiedenen Versionen vorliegen. Durchschnittlich 40% der Produktinformationen werden doppelt gepflegt.

“Im Vergleich dazu beträgt die durchschnittliche doppelte Datenpflege in Unternehmen mit einer PIM-Lösung nur rund zwölf Prozent. Anders gerechnet: Aus 176 Minuten im Jahr pro Produkt werden bei PIM überschaubare 25 Minuten.”

“Was vorher wochenlang abgestimmt werden musste, geht nun innerhalb weniger Tage. “Früher haben wir sechs Wochen gebraucht, um Datenblätter auszutauschen, heute brauchen wir für die Prozedur zwei Tage”, sagt Produktmanager Liebig. Technische Redakteure, Entwickler und Ingenieure arbeiten dabei eng zusammen.”

Doch auch die Kommunikation zwischen den Fachabteilungen wird durch Produktinformationsmanagement schneller und einfacher. Sobald vom Produktmanagement neue Produktdaten eingestellt sind, stehen diese Vertrieb und Marketing für die Verwendung und Weiterverarbeitung zur Verfügung. Der gesamte Produktkommunikationsprozess wird effizienter. Gleichzeitig können die Produktinformationen schneller online publiziert werden, so dass auch Kunden über das Internet zeitnah Zugriff auf die aktuellsten Informationen haben.

“Liebig: “Auch Vertrieb und Marketing sind bei uns jetzt viel enger miteinander verknüpft.” Wenn ein Ingenieur etwa Beipackzettel, Handbücher oder Zertifikate eines neuen Produkts ins System einstellt, kann das Marketing zeitgleich darauf zugreifen und die Daten so bearbeiten, dass sie kunden- und werbetauglich sind. Es muss sie im Unterschied zu früher aber nicht selbst einstellen oder beschaffen.

Der Vertrieb wiederum benutzt nun intern die vom Marketing aufbereiteten Daten bei Kundenanfragen. Die Datenbanken helfen nicht nur den Mitarbeitern, sondern auch den Kunden. Sie können in einem Produktselektor auf der Firmenseite im Internet selbst genau das finden, was sie suchen. Die Pepperl Fuchs-Homepage wird doppelt so häufig angesteuert wie noch vor zwei Jahren: 14.000 Besucher werden jeden Tag gezählt.”

Mittels PIM können sowohl die Kosten für gedruckte Kataloge als auch für Online-Kataloge im Internet deutlich reduziert werden. Alle Daten stehen an einer zentralen Stelle und immer aktuell zur Verfügung und können mehrfach verwendet werden. Die Kommunikation innerhalb des Unternehmens wird verbessert, die Prozesse werden effizienter.

Quelle: FTD

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Eine Antwort »

  1. Neulich rief mich ein Kundenbetreuer (oder soll ich ihn lieber “Mitarbeiter eines Callcenters” nennen) eines Mobilfunkbetreibers an, um mir einen Vertragswechsel schmackhaft zu machen. Man habe mein Telefonverhalten analysiert und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass ich mit Variante Y Kosten sparen könne, da ich eine Eigenschaft des Vertrags Variante X nur selten benutzte. Schön, Geld einsparen möchte man natürlich gerne. Die neue Vertragsvariante sollte nun € 29,xy kosten, allerdings habe ich natürlich nicht ständig alle Kosten meiner laufenden Telekommunikationsverträge im Kopf und musste den Mitarbeiter doch allen Ernstes fragen, wie viel ich denn – sollte ich der Vertragsänderung zustimmen – an monatlicher Grundgebühr gegenüber meines bisherigen Vertrages einsparen würde. Verlegenes Schweigen am anderen Ende der Leitung, das nach gespürten zehn Sekunden mit der Aussage, dass der Mitarbeiter erst mal einen Kollegen fragen müsse, was denn nun mein bisheriger Vertrag koste, endete. Bitte? Wie soll ich denn bitte glauben Geld sparen zu können, wenn der Kundenbetreuer selbst nicht einmal weiß, wie viel Geld ich mit Variante Y sparen würde. Also doch kein Kundenbetreuer, sondern vielmehr ein Mitarbeiter eines Callcenters, der seine Quote erfüllen muss – mit solch “unangenehmen” Fragen wird natürlich nicht gerechnet. Von PIM haben die Damen und Herren Vorgesetzten des armen Mitarbeiters des Callcenters freilich noch nichts gehört… Hauptsache die Rendite stimmt. Zufriedene Kunden waren gestern.

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